Pixars „Coco“ trifft in der mexikanischen Gitarrenstadt einen Nerv

Pixars Erfolgsfilm Coco hat in dem winzigen mexikanischen Weiler Paracho, der Heimat der traditionellen mexikanischen Gitarre, die im Film berühmt wurde, genau die richtigen Töne angeschlagen. Foto: Coco

PARACHO: Pixars Erfolgsfilm Coco hat in dem winzigen mexikanischen Dörfchen Paracho, der Heimat der traditionellen mexikanischen Gitarre, die im Film berühmt wurde, genau die richtigen Töne angeschlagen.



Eingebettet in das westliche zentrale Hochland der Sierra Madre erlebt Paracho nach dem weltweiten Erfolg von Coco einen Boom bei den Gitarrenverkäufen.

Der Film folgt einem Jungen, der sich während der mexikanischen Feierlichkeiten zum Dia de los Muertos versehentlich im Land der Toten wiederfindet. Im Mittelpunkt der Handlung steht die treue Gitarre des Jungen im Paracho-Stil.

Die Gitarren im Stil des 16. Jahrhunderts sind seit Jahrhunderten eine Lebensart in der 30.000-Einwohner-Stadt. Der Legende nach beschloss ein Priester mit den ursprünglichen spanischen Eroberern, dass den Einheimischen im Dorf ein Handwerk beigebracht werden sollte, um ihre Wirtschaft zu unterstützen.

Paracho erlangte bald Berühmtheit als Mexikos Hauptstadt für die Herstellung von Saiteninstrumenten, und Coco hat seinen Handwerkern inzwischen Weltruhm und einen boomenden Absatz gebracht, sagten Handwerker.

Der Film, der von Walt Disney Cos Pixar veröffentlicht wurde, hat laut Box Office Mojo weltweit mehr als 550 Millionen US-Dollar eingespielt. Er gilt als der erfolgreichste Film in Mexiko aller Zeiten.

Die Kosten für die handgefertigten Gitarren reichen von rund 2.000 mexikanischen Pesos (104 US-Dollar) bis hin zu denen aus edlem Holz, die bis zu 20.000 Pesos (1.042 US-Dollar) einbringen.

Auf vielfachen Wunsch haben lokale Handwerker der traditionell schwarzen Gitarre einen Day-Of-The-Dead-Touch verliehen, indem sie das Instrument weiß lackiert und eine Karikatur des traditionellen mexikanischen Schädels auf der Vorderseite angebracht haben.

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