'Pink Panther' Juwelendieb bricht aus Schweizer Gefängnis aus

GENF: Ein Bosnier aus der internationalen Juwelendiebe „Pink Panther“ ist bei einem dramatischen Ausbruch aus einem Schweizer Gefängnis geflohen, an dem ein Mithäftling und zwei bewaffnete Komplizen beteiligt waren, teilte die Polizei am Freitag mit.

Milan Poparic, der 2009 wegen eines Raubüberfalls auf ein Juweliergeschäft eine knapp siebenjährige Haftstrafe verbüßte, ist der dritte 'Pink Panther', der seit Mai aus einem Schweizer Gefängnis flieht.

Zusammen mit dem verurteilten Schweizer Entführer, Brandstifter und Geldwäscher Adrian Albrecht ist Poparic am Donnerstagabend aus dem Gefängnis Orbe in der Westschweiz ausgebrochen, teilte die örtliche Polizei in einer Mitteilung mit.

Während einer Übungsphase rammten die Komplizen mit einem Lieferwagen ein Tor und Stacheldraht, bevor sie mit Leitern einen Fluchtweg über den Gefängniszaun schufen. Sie zündeten den Lieferwagen an und fuhren mit Poparic und Albrecht in einem zweiten Fahrzeug davon.

Gefängniswärter kamen unter ständigen automatischen Waffendraht, um sie daran zu hindern, die Flucht zu vereiteln, aber niemand wurde verletzt.

Die Polizei sagte, sie habe eine Fahndung gestartet, an der mehr als ein Dutzend Patrouillen verschiedener Schweizer Strafverfolgungsbehörden sowie ihrer französischen Kollegen beteiligt waren – Orbe liegt nur 16 Kilometer von der Grenze zu Frankreich entfernt.

Die „Pink Panthers“, deren Mitglieder größtenteils vom Balkan stammen, sind weltweit für Juwelenraub bekannt geworden.

Sie erhielten ihren Spitznamen, nachdem britische Detektive einen Diamantring in einem Glas Gesichtscreme gefunden hatten, der einen Vorfall in Peter Sellers' Komödie 'The Pink Panther' von 1963 widerspiegelt.
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