Wie funktioniert Deutschlands komplexes Wahlsystem?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält ihre Rede im Bundestag in Berlin: Foto: File/AP

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält ihre Rede im Bundestag in Berlin: Foto: File/AP

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  • Wenn deutsche Wähler die Wahlkabine betreten, machen sie zwei Kreuze auf dem Stimmzettel.
  • Der Bundestag könnte nach der Wahl am Sonntag auf eine noch nie dagewesene Größe anschwellen.
  • Vor dem Wahltag erstellen die Parteien in jedem der 16 Bundesstaaten „Kandidatenlisten“.

BERLIN: Wenn deutsche Wähler die Wahlkabine betreten, machen sie zwei Kreuze auf dem Stimmzettel - eines für einen direkten Vertreter in ihrem Bezirk, das andere für ihre bevorzugte Partei.





Die Erststimme soll sicherstellen, dass jeder der 299 Wahlkreise Deutschlands im Bundestag vertreten ist, während die Zweitstimme den Gesamtanteil der Sitze jeder Partei im Bundestag bestimmt.

An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass das komplexe Wahlsystem des Landes direkt gewählte Abgeordnete mit einer proportionalen Vertretung kombiniert. Der Bundestag könnte nach der Wahl am Sonntag auf eine noch nie dagewesene Größe anschwellen.



Das Wahlsystem des Nachkriegsdeutschlands vermischt den „Winner-takes-all“-Ansatz Großbritanniens und der USA mit dem Verhältniswahlsystem, das mehr kleine Parteien zulässt.

Vor dem Wahltag erstellen die Parteien jedoch in jedem der 16 Bundesstaaten „Kandidatenlisten“. Die Namen an der Spitze haben die größten Chancen auf einen Sitzplatz.

Die Partei mit den meisten Stimmen darf dann die meisten Abgeordneten ins Unterhaus schicken.

- Überhangsitze -

Wenn beispielsweise eine Partei bei der Erststimme drei direkte Sitze erreicht, aber bei der Zweitstimme insgesamt 10 Sitze erhält, werden auch sieben weitere Namen auf der Liste der Partei zugeteilt.

Eine Komplikation entsteht, wenn die Direkt- und die Parteistimme aus dem Gleichgewicht geraten, weil die Wähler ihre Stimmzettel „aufgeteilt“ haben.

Erhält eine Partei mehr Direktsitze, als ihr durch ihren Stimmenanteil zusteht, werden ihr die zusätzlichen Sitze trotzdem zugesprochen. Diese werden als 'Überhang'-Sitze bezeichnet.

Dadurch kann der Bundestag weit über seine Mindestgröße von 598 Sitzen hinaus expandieren. Nach der Wahl 2017 zählte die Kammer 709 Abgeordnete – eine Zahl, die noch größer werden könnte.

Ein noch größeres Parlament könnte in diesem Jahr entstehen, weil erwartet wird, dass viele Wähler ihre Stimmen teilen.

- Die meisten Frauen, die meisten Partys -

Insgesamt 60,4 Millionen Menschen über 18 Jahren sind wahlberechtigt für die nächste Regierung des bevölkerungsreichsten Landes und der größten Volkswirtschaft der Europäischen Union. Die Zahl der weiblichen Wähler ist mit 31,2 Millionen bzw. 29,2 Millionen höher als die der Männer.

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Rund 2,8 Millionen werden am Sonntag Erstwähler sein.

Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 76,2 %, fast fünf Punkte mehr als im Jahr 2013 und damit höher als in vielen anderen westlichen Demokratien.

In diesem Jahr sind 33 Prozent der Kandidaten für den Bundestag, der letztlich die Kanzlerin wählt, weiblich - ein Nachkriegsrekord.

Satte 47 Parteien stellen Kandidaten auf – eine weitere Premiere.

- 5% Hürde -

Parteien, die weniger als 5 % der Zweitstimme erzielen, bleiben ganz aus dem Parlament. Dies soll eine übermäßige politische Fragmentierung verhindern und potenziell extremistische Parteien stoppen.

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Die linksradikale Partei Die Linke liebäugelt mit der Fünf-Prozent-Marke in den Umfragen und ihr Erfolg oder Misserfolg könnte ein Schlüsselfaktor für die Koalitionsrechnung nach der Wahl sein.

Wenn die Wahlkabinen um 1600 GMT schließen, stellt sich die Frage, ob ein Parteienbündnis die absolute Mehrheit für die Wahl eines Kanzlers hat – die Hälfte aller Sitze im Unterhaus plus eins.

- Ergebnisse 2017 -

So stand es nach der Wahl 2017:

Christlich Demokratische Union (CDU) / Christlich Soziale Union (CSU): 32,9 Prozent - 246 Sitze

Sozialdemokratische Partei (SPD): 20,5 Prozent - 153 Sitze

Alternative für Deutschland (AfD): 12,6 Prozent - 94 Sitze

Freie Demokraten (FDP): 10,7 Prozent – ​​80 Sitze

Die Linke: 9.2 percent - 69 seats

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Grüne: 8,9 Prozent - 67 Sitze


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