Deutsche Polizei präsentiert gestohlene John-Lennon-Tagebücher

Die deutsche Polizei präsentiert gestohlene Tagebücher und andere Gegenstände des ehemaligen Beatle John Lennon, die während einer Pressekonferenz in Berlin, Deutschland, gefunden wurden. Foto: Reuters

BERLIN: Die deutsche Polizei präsentierte am Dienstag Tagebücher, Brillen und andere Gegenstände des verstorbenen Beatles John Lennon, die seiner Witwe Yoko Ono im Jahr 2006 gestohlen wurden und schließlich in Berlin landeten.



Die Polizei nahm am Montag in Berlin einen Mann fest, der verdächtigt wird, die 86 gestohlenen Gegenstände erhalten zu haben, darunter Lennons letztes Tagebuch, das mit dem Tag endete, an dem er am 8. Dezember 1980 in New York erschossen wurde.

Dieser Tag enthält den Eintrag, dass John Lennon und Yoko Ono an diesem Morgen einen Termin mit Annie Leibovitz hatten, um ein meiner Meinung nach weltberühmtes Foto zu machen, sagte der Berliner Staatsanwalt Michael von Hagen auf einer Pressekonferenz.

Das Leibovitz-Porträt eines nackten Lennon, der sich um Ono auf ihrem Bett zusammengerollt hatte, erschien auf dem Januar-Cover des Rolling Stone-Magazins.

Vorschläge, dass Ono die Gegenstände geliehen oder verschenkt haben könnte, wies Hagen zurück: Besonders die Tagebücher ... wurden auch von Yoko Ono als etwas Heiliges behandelt. Und die Idee, dass sie drei Original-Tagebücher verschenkt hätte, vor allem das, das am selben Tag endet, an dem Lennon starb, kann völlig ausgeschlossen werden.

Beatles zu verkaufen: Deutsche Polizei findet John-Lennon-Tagebücher wieder

Die Gegenstände wurden 2006 von Lennons Witwe Yoko Ono in New York gestohlen

Carsten Pfohl, Abteilungsleiter Eigentumskriminalität der Berliner Polizei, sagte, die Ermittler hätten am Montag im Kofferraum des Autos des Angeklagten eine der Brillen und eine Quittung auf Lennons Namen gefunden.

Die Polizei vermutet, dass die Gegenstände von Onos ehemaligem Fahrer gestohlen und dann in die Türkei gebracht und erst 2013 oder 2014 nach Berlin gebracht wurden. Ein weiterer Tatverdächtiger lebe in der Türkei, hieß es.

Die Berliner Polizei wurde alarmiert, nachdem sie vom Verwalter eines insolventen Auktionshauses gefunden worden waren, das die Objekte zuvor auf 3,1 Millionen Euro (3,64 Millionen US-Dollar) geschätzt hatte.

($ 1 = 0,8519 Euro)

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